Bildung und Jugend

Wehrheims Betreuungsangebot ist auf einem guten Weg. Aber der Personalsparplan der letzten Jahre hat dafür gesorgt, dass quantitativ so gerade alles stimmt, doch qualitativ noch vieles im Argen liegt. Über das reine Schließen von Personallücken hinaus muss mehr in Aus- und Weiterbildung investiert werden. Die so entstehende höhere Betreuungsqualität führt zu mehr Zufriedenheit auf allen Seiten.

Außerdem gilt es dafür Sorge zu tragen, dass die Angestellten besonders in den sozialen Bereichen von Seiten der Gemeinde eine größere Unterstützung und Anerkennung ihrer Arbeit erfahren und ihnen ausreichend Gehör verschafft wird. Daher muss das jüngst eingeführte Beschwerdemanagement konsequent durchgesetzt werden. So wird verhindert, dass der Wunsch Einzelner auf Individualität und Einflussnahme zu Lasten der sozialen Einrichtungen und damit der dort Angestellten geht.

Trotz einer flächendeckenden Betreuungssituation der Kinder bis einschließlich Grundschule ist Wehrheim außerstande, diese darüber hinaus in unserer Gemeinde zu halten. Auch der verstärkte Zuzug von jungen Migranten wird den Bedarf nach Schulplätzen auf Jahre hinaus erhöhen. Ein Lösungsansatz wäre eine weiterführende Regelschule, eventuell eine Gesamtschule mit Ganztagsprogramm nach hessischem Schulgesetz, in Wehrheim.

In diesem Zuge sollte auch die Limesschule von „Betreuter Grundschule“ zu einer Ganztagsschule nach hessischem Schulgesetz geändert werden. Dies entspräche dem Zeitgeist und würde die Gemeindekasse entlasten.

Da diese Entscheidungen, die Finanzierung und die Umsetzung dem Hochtaunuskreis obliegen, wird sich die FDP auf Kreisebene dafür einsetzen, Lösungswege zu finden und bereits laufende Projekte intensiver zu fördern, wie zum Beispiel die Jugendzentren unserer Gemeinde. Das Pilotprojekt, die Jugendzentren für jüngere Jugendliche zu öffnen, wird in Obernhain und Pfaffenwiesbach gut angenommen und es bedarf intensiver Betreuung. Das bedeutet mehr Personal und somit Ausgaben, denn wenn Kinder und Jugendliche eine feste Anlaufstelle vor Ort haben, wächst die Verbundenheit zum Ort.

Es gilt, unsere Gemeinde attraktiv zu gestalten für Jugendliche und junge Erwachsene in der Findung ihres Lebensweges bzw. in der Verwirklichung ihres Lebensplans. Hier sehen wir noch deutlichen Nachholbedarf, denn die Tatsache, dass trotz der Schaffung vieler Neubaugebiete in den letzten 15 Jahren die Einwohnerzahl Wehrheims um gerade einmal 160 Bürger gestiegen ist, stimmt bedenklich.

Daher setzen wir uns neben der Schaffung von lokalen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen auch für die Ausgestaltung von Freizeitmöglichkeiten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein. Hier gilt es zu prüfen, ob kooperative Veranstaltungen der Jugendzentren in den vier Ortsteilen generationsübergreifend getragen werden können. Das würde das Engagement der Jugendlichen für ihr Jugendzentrum fördern.

Zu den attraktiven Freizeitgestaltungsmöglichkeiten gehören auch ein aktives Vereinsleben und Möglichkeiten der sportlichen Betätigungen in örtlichen Sportvereinen. Deswegen setzt sich die FDP Wehrheim dafür ein, dass der Ausbau der Sporthallen vorangetrieben wird und auch Finanzmittel der Gemeinde hierfür eingeplant werden.

Auf den Punkt gebracht

  • Zufriedenheit in den Familien durch qualitativ und quantitativ hochwertiges Betreuungs- und Freizeitangebot vor Ort
  • Stärkung der Sportvereine, insbesondere durch den Ausbau der Sporthallen
  • Zufriedenheit bei Wehrheims Angestellten in den sozialen Bereichen durch Entlastung, Unterstützung und Anerkennung
  • Einführung einer weiterführenden Regelschule in Wehrheim