Flüchtlinge

Weltoffenheit, Toleranz, Solidarität und die Unantastbarkeit der Menschenwürde bilden unser liberales Wertefundament. Wir Freien Demokraten sehen jeden Menschen als Individuum, gleich welcher Herkunft. Wir sehen uns zugleich humanitär verpflichtet, Menschen, die vor Krieg, Terror und politischer Verfolgung fliehen müssen, bei uns eine Zuflucht zu gewähren. Seit dem Zweiten Weltkrieg waren nie so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Die Prognosen lassen den Schluss zu, dass die Zahl der Flüchtlinge, die den Weg nach Deutschland suchen, auch in Zukunft weiter steigen wird, wenn dem nicht politisch entgegen gewirkt wird.

Die Bewältigung dieser Situation bedeutet auch für Wehrheim eine gewaltige Herausforderung für Politik und Verwaltung, soziale Einrichtungen und nicht zuletzt für die vielen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger. Sichtbar wird die Herausforderung vor Ort, wenn verfügbarer Wohnraum knapp und die Gemeinde mit der ihr bislang zur Verfügung gestellten Mitteln bei der Bewältigung dieser Aufgabe überfordert wird.

Wir Freien Demokraten fordern daher, dass die Gemeinde Wehrheim durch den Bund und das Land besser unterstützt wird. Dazu gehören ein Vollkostenausgleich, eine bessere Koordinierung bei der Zuweisung und Unterbringung der Flüchtlinge sowie ein Sofortinvestitionsprogramm, um Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. Die schnellstmöglich gelingende Integration muss durch intensiven und sofortigen Sprachunterricht gefördert werden. Bei uns Schutz suchende Menschen – soweit eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland besteht – soll unmittelbar nach Asylantragstellung eine legale Möglichkeit der Arbeitsaufnahme eröffnet werden.

Wer bei uns Asyl beantragt muss unsere freiheitlich demokratische Grundordnung akzeptieren, dies beinhaltet unter anderem natürlich auch Religionsfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Schnelle Integration zu fördern ist eine neue Kernaufgabe der Kommune. Dies kann nicht allein Ehrenamtlichen überlassen werden. Daher ist ein hauptamtlicher Ansprechpartner für die Flüchtlinge zu etablieren, solange erhöhter Integrationsbedarf besteht. Darüber hinaus ist Deutschunterricht in der Gemeinde anzubieten, der dem tatsächlichen Bedarf entspricht.

Soweit wie möglich setzen wir uns für eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in kleinen Wohneinheiten ein. Integration heißt für uns insbesondere, dass auch bereits bei der Unterbringung die Möglichkeit der Vernetzung mit der lokalen Bevölkerung gefördert wird.

Wir schlagen darüber hinaus vor, in Zusammenarbeit mit Wehrheimer Unternehmen ein Praktikantenprogramm zu organisieren, welches anerkannten Asylanten und Wehrheimer Unternehmen die Gelegenheit gibt, sich gegenseitig Kennenzulernen und so zu einer schnellen Integration beizutragen.

Auf den Punkt gebracht

  • Humanitäre Hilfe, Solidarität und Schutz für Flüchtlinge
  • Bessere Integration durch ausreichende Förderung von Sprachunterricht und dezentrale Unterbringung
  • Frühzeitige Einbindung in den Arbeitsmarkt zum Beispiel durch lokale Praktikantenprogramme
  • Wer bei uns Asyl beantragt muss unsere freiheitlich demokratische Grundordnung akzeptieren, dies beinhaltet unter anderem natürlich auch Religionsfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau
  • Mehr Transparenz und Informationen für die Wehrheimer Bürger